Security Tipp - das System vor SPAM beschützen
Wie eine Krankheit breitet sich seit den Anfängen der Email auch eine immer höhere Anzahl von unerwünschten Nachrichten,
Angeboten oder gar Schadsoftware. Praktisch jeder, der Email nutzt, erlebt es stets - 99% seiner Emails sind Spam, wichtige Nachrichten gehen in der Flut oftmals unter und der
Benutzer löscht auch diese, für ihn wichtigen Emails mit der Spamlavine da er die Übersicht total verliert. Wie viele Anwender haben schon feststellen müssen, dass ihre Rechner
mit Viren, Trojanern oder anderer schädlicher Software verseucht wurden? Wieviele dieser Anwender können sich das nicht erklären? Das wird sicherlich eine äußerst
hohe Zahl sein.
Genauso werden Millionen von Rechnern weltweit dazu missbraucht SPAM Emails, ohne Wissen des Eigentümers - im Hintergrund - zu versenden, oder gar an großangelegten
Hackerangriffen auf Rechner von Behörden und Großunternehmen teilzunehmen.
Denn mit der technologischen Entwicklung, sind auch die Möglichkeiten des Eingriffs in die Privatsphäre oder des Missbrauchs von Rechnern,
des schwer eindämmbaren und kaum zu verfolgbaren Betruges, erweitert worden. Durch die Weltweite Vernetzung können die Benutzer vor ihren Bildschirmen regelrecht
ausgeplündert werden ohne es zu merken.
Doch in Wirklichkeit sind die meisten Anwender selbst schuld, wenn sie Emails, die die Welt nicht braucht, bekommen. Die Anwender selbst holen sich die Emails auf die
Festplatte, öffnen die Emails und auch die Anhänge ohne den Absender zu kennen. Praktisch jeder Angriff auf einen Rechner fängt inzwischen damit an, daß ein Schädling
auf den Rechner eingeschleust wird, der dann weitere Viren und Trojaner verdeckt aus dem Internet nachlädt und installiert. Alles ohne Wissen und Zustimmung des
Benutzers.
Mit nur sehr wenigen Maßnahmen - an die Sie sich allerdings stets halten müssen, können Sie jedoch die Flut der SPAM Emails eindämmen, den meisten Betrügern
aus den Weg gehen und sich für immer von fast allen Viren und Trojanern befreien.
Maßnahmen zum richtigen Umgang mit Email Nachrichten:
- Falls Sie ein Windows XP Pro System benutzen, dann sorgen Sie dafür, daß sie nicht als Administrator im Netz unterwegs sind. Lesen und befolgen Sie dazu unser
Tutorial Windows XP Pro: Benutzerkonto einschränken.
- Verzichten Sie nach Möglichkeit auf Email Client Software wie Outlook oder Mozilla Thunderbird. Gehen Sie stattdessen über den Browser auf die Seite des Email Providers
(wie Gmx.de oder Web.de) und nutzen Sie das Interface.
- Benutzen Sie keine zu einfachen Emailnamen. Namen wie "Max.Muster@web.de" landen ohne Ihr zutun sehr schnell auf den Spamlisten und sie bekommen dann garantiert Spam.
Nehmen Sie lieber eine Kombination wie z.B. "max.1982.muster@web.de"
- Richten Sie den Spamschutz bei ihren Email Provider ein. Sperren Sie alle Länderändungen bis auf die der Länder, aus dennen Sie die meiste "echte" Post bekommen.
Für Deutschland also die Domain ".de". Richten Sie - bei Bedarf - auch eine "Whitelist" (z.B. bei Gmx) mit Außnahmen von der Regel ein. Benutzen Sie auch s.g.
"Wildcards" also Ersatzzeichen. Die Adressen von SPAM Emails sind oft verschieden, bis auf die Domain und Endung. So können Sie heute eine Email mit der Bezeichnung
"SPAMvomTom@yayagoo.com" bekommen und sie sperren diese. Doch morgen kriegen Sie eine Email von "SPAMvonClaudia@yayagoo.com". Also benutzen Sie "Wildcart" um den ersten
Teil zu relativieren und schreiben in ihren Spamfilter "*@yayagoo.com". So werden alle Emails von dieser Domäne sofort gesperrt.
- Öffnen Sie keine Emails von unbekannten Personen. Auch wenn es keinen sichtbaren Angang gibt. Es können sich darin Scripte befinden, die das Laden von Schadprogrammen aus
den Netz auslösen.
- Bevor Sie eine Email öffnen, denken Sie logisch nach ob das überhaupt möglich ist. Betreffzeilen wie "Anwalt", "Mahnung" oder "Wichtige Informationen von ihrer Bank"
sollten Sie lieber nicht öffnen. Denn wer gibt schon seine Email Adresse an die Bank oder an den Anwalt weiter ? Viele Benutzer tuen es nicht - wie kann die Bank oder der
Anwalt diese Adresse dann kennen?
- Versender von Spam fälschen die Domain und Endung ihrer Adressen. So kann es gut sein, dass Sie eine Email mit der Endung "@sparkasse.de","@postbank.de" oder "@polizei.de"
bekommen. Diese Endungen haben das Ziel Sie zum öffnen dieser Emails zu bewegen. Dadurch kann durch das bloße öffnen einer Email ein Schadcode auf ihren PC eingeschleust werden.
Bevor Sie solche Emails öffnen, überlegen Sie aber gut, ob z.B. ihre Bank ihre Email Adresse hat und ob es einen Grund dafür gibt, das ihnen jemand eine Email zugesendet hat.
Lassen Sie sich nicht verführen die Email zu öffnen!
- Veröffentlichen Sie NIEMALS ihre Email Adresse. Automatische Programme - s.g. Bots - durchforsten stets das Netz, auf der Suche nach neuen Email Adressen um dort ihr
Spam zu versenden.
- Niemals, unter KEINEN UMSTÄNDEN wird Sie ihre Bank per Email jemals nach ihrer PIN fragen! Geheime und persönlichen Daten, die Einsicht und Zugriff auf Ihr
Vermögen ermöglichen werden NIEMALS per Email abgefragt. Also geben Sie diese auch niemals weiter, wenn Sie jemand in einer Email dazu auffordert. Denn diese Email ist
sicherlich ein Betrugsversuch!
- Bei Kontakt mit fremden Personen - zum Beispiel aus Foren - benutzen Sie nur ihre "Wegwerf Emailadresse". Wenn sie dort anfangen SPAM zu bekommen, dann können Sie sich
eine neue zulegen.
- Sie können auch verschiedene Dienste zum Upload von Bildern oder Daten nutzen, statt emails mit Bildern und Dateien an unbekannte Personen zu versenden. Vergessen Sie
nicht - ihre Email Adresse ist für zwielichtigen Gestalten eine Ware und kann für gutes Geld an SPAM-Versender weiterverkauft werden.
(hnsd 2009)
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